Partner und Impulse: Rückblick auf das erste Netzwerktreffen des Kölner Handballs

Erstklassiger Sport braucht auch erstklassige Rahmenbedingungen. Wenn es allein danach ginge, wäre die JSG Handball Köln spätestens an diesem März-Abend in der Bundesliga angekommen. In den beeindruckenden Studioräumen der Neyroo GmbH und der La Concept GmbH weit im Kölner Norden trafen sich die Verantwortlichen, Freunde und Partner unseres Vereins zum großen Netzwerktreffen – dem ersten seiner Art in dieser Form. Zwischen spannenden Vorträgen, interessanten Gesprächen und – nicht zuletzt – leckerem Essen bei dem einen oder anderen Kaltgetränk stellte die JSG noch einmal ihre Version vom Kölner Handball vor.

Egal, ob der ehemalige Vorstandsvorsitzende des DOSB Torsten Burmester oder Profi-Trainer Jamal Naji – alle Gäste und Redner stellten erstmal voller Anerkennung fest: „Die JSG Handball Köln hat in den erst knapp drei Jahren ihrer Existenz schon richtig viel erreicht.“ Dass der Verein schon im Jahr 2025 an die Tür zur Jugend-Bundesliga klopft, ist sicher eine tolle Auszeichnung. Druck leitet daraus aber keiner ab und JSG-Vorstand Eike Weinberg, der als Moderator durch den Abend führte, stellte klar: „Wir haben die Vision 2028. Wenn es früher klappt, nehmen wir das gerne mit. Aber falls nicht, ist das kein Problem. Unsere Ziele liegen langfristig.“

Wie diese Ziele zu erreichen sind, dazu hatten einige der Redner durchaus etwas beizutragen. Nico Heilemann vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) hielt für den JSG-Partner AOK Rheinland/Hamburg einen Vortrag über sportliche Spitzenleistung am Beispiel des ehemaligen Weltklasse-Handballers Nikola Karabatic. Bundesliga-Coach Naji analysierte in seinem Beitrag, warum Köln ein starker Handball-Standort sein kann – vielleicht sogar muss. Der 38-Jährige, der vor einiger Zeit nach Leverkusen gezogen ist, machte keinen Hehl daraus, dass er unheimlich gerne in ein paar Jahren Bundesliga-Handball vor zwei- bis dreitausend Zuschauern in der Domstadt sehen würde. Neben den vielen Hürden und Herausforderungen war das Hauptproblem des Kölner Handballs damit auch an diesem Abend schnell ausgemacht: Es braucht in der Stadt eine Spielstätte, die ausreichend Platz für höherklassigen Hallensport bietet, ohne die Dimensionen einer Lanxess-Arena zu erreichen. Der Longericher SC liegt mit seinem Männer-Team in dieser Saison in der 3. Liga des Deutschen Handballbundes auf Rang drei – und ist damit rein sportlich nicht weit weg vom Profibereich. In einer Schulsporthalle mit knapp 500 Plätzen ist an einen weiteren Aufstieg aber nicht zu denken, was LSC-Trainer Chris Stark und Weinberg im Dialog auch schnell feststellten.

Besonders schön: Nach etwas über zwei Stunden offiziellen Programms – eingerahmt von digitalen Grußbotschaften der Handball-Ikonen Bon Hanning und Heiner Brand – war die Veranstaltung noch lange nicht beendet. Mindestens genauso lange standen und saßen die Freunde und Partner des Kölner Handballs noch zusammen und tauschten sich über die Zukunft des Kölner Handballs aus – übrigens bewirtet von der A-Jugend unseres Vereins, die sich trotz allen Erfolgs und der möglichen Regionalliga-Meisterschaft auch nicht zu schade dafür ist, bei so einem Event zu unterstützen. Auch das sind erstklassige Rahmenbedingungen für erstklassigen Sport.