Vier Siege und ein Herler Ring, der gekocht hat

Ein voller Handball-Spieltag für die JSG Handball Köln: Sechs Teams waren an diesem Wochenende im Einsatz, vier von ihnen gewannen ihre Partie. Den Auftakt machte die U18 bereits am Samstag in der Europaschule. Am Sonntag folgten dann vier Heimspiele in Serie am Herler Ring – U15, U17, U19 und U16 –, bei denen die Halle von morgens bis abends für eine wahnsinnige Stimmung sorgte. Nur die U14 war auswärts gefordert.

U18 mit starker erster Halbzeit zum Saisonstart: 37:27 gegen die Wölfe Voreifel

Souveräner Auftakt für die U18 der JSG Handball Köln: In der A-Jugend-Regionalliga setzten sich die Kölner in der Europaschule mit 37:27 (21:10) gegen die HSG Wölfe Voreifel durch.

Die JSG legte los wie die Feuerwehr. Nach gut fünf Minuten stand es 4:0, drei Treffer davon durch Janic Kelterbaum. Auch danach ließ Köln nicht nach: Über 10:4 und 13:4 baute das Team den Vorsprung kontinuierlich aus und ging mit elf Toren Führung in die Pause – bei nur zehn Gegentreffern.

„Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt“, sagt Trainer Felix Girreser. „Die Abwehr stand gut, im Angriff haben wir individuell viele Eins-gegen-eins-Duelle gewonnen und dadurch Tore erzielt.“

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ausgeglichener, die Wölfe gewannen die zweite Halbzeit knapp mit 17:16. An der Führung änderte das allerdings nichts: Köln hielt den Abstand konstant zweistellig und stellte in den Schlussminuten durch Paul Burba und Adrian Saulheimer Pardellas – letzterer traf zwei Sekunden vor dem Ende – den 37:27-Endstand her.

„In der zweiten Halbzeit ist es dann ein bisschen abgeflacht, wir konnten die Führung aber eigentlich die ganze Zeit aufrechterhalten“, so Girreser. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit der Leistung und hatten einen schönen Start in die Saison.“

Bester Werfer war Adrian Saulheimer Pardellas mit elf Toren, gefolgt von Paul Burba (8).

Für die JSG spielten: Jasper Herff (1), Adrian Saulheimer Pardellas (11), Janic Kelterbaum (6), Jasper Neumann (6), Mika Ross, Paul Burba (8), Laurenz Kosek (2), Jonas Krüger (1), Jonas Eschweiler, Ben Breuer (1), Felix Montua (1), Nils Pehle, Simon Fömer.

U15 findet zum Regionalliga-Auftakt nicht ins Spiel: 24:34 gegen Dormagen

Zum Auftakt in die Regionalliga hat die U15 der JSG Handball Köln vor heimischer Kulisse das Nachsehen gehabt. Gegen den TSV Bayer Dormagen unterlagen die Kölner mit 24:34 (12:18).

„Die Jungs waren sehr nervös“, sagt Trainer Marian Cirloganescu. „Wir haben nicht immer die besten Lösungen gefunden, obwohl wir gute Momente im Angriff hatten.“

Dormagen setzte sich früh auf 3:7 ab, die JSG blieb aber dran und verkürzte durch Jonas Gerlach mit der Halbzeitsirene auf 12:18. Nach dem Seitenwechsel folgte die beste Kölner Phase: Zwischen der 30. und der 33. Minute trafen Gerlach, Piet Hölzerkopf und Leo Zurek zu vier Toren in Serie – beim 16:22 war die Partie wieder offen und die Halle laut.

Die Antwort der Gäste kam prompt. Dormagen zog mit vier eigenen Treffern auf 16:26 davon, angeführt von Onno Ilper, der am Ende 13 Tore erzielte. Köln hielt in der Schlussphase dagegen, näher als auf acht Tore kam die JSG aber nicht mehr heran.

„Wir konnten leider nicht konsequent über die 50 Minuten die gleiche Leistung bringen, und deswegen hat Dormagen klar gewonnen“, so Cirloganescu. „Heute waren sie besser. Es bleibt nichts anderes übrig, als in den nächsten Spielen unsere Leistung zu steigern und zu zeigen, dass wir qualitativ Handball spielen können. Die Jungs waren nicht glücklich nach dem Spiel, und ich bin mir sicher, dass sie in den nächsten Spielen anders aussehen werden.“

Für die JSG spielten: Mika Tegude, Leo Zurek (2), Fiete Meinzinger (2), Jonas Gerlach (3), Luca Stucky (4), Florian Schiefer, Leon Stucky (1), Julian Scheja (2), Marc Lehmann, Jakob Hübschen, Piet Hölzerkopf (2), Dian Cerimagic (2), Emil Benda, Lucian Rieder (3), Mika Schaper (3), Ben Elia Kopp.

U17 dreht nach der Pause auf: 41:32 gegen TUSEM Essen

Vor lautstarker Kulisse hat die U17 der JSG Handball Köln in der B-Jugend-Bundesliga die Punkte drei und vier eingefahren. Gegen TUSEM Essen setzten sich die Kölner mit 41:32 (20:20) durch.

Die erste Halbzeit verlief allerdings holprig. Essen zog nach acht Minuten auf 3:7 davon, Köln musste über die gesamte erste Hälfte hinterherlaufen – und glich erst 30 Sekunden vor der Pause durch Fabian Gluch zum 20:20 aus.

„Erste Halbzeit sehr durchwachsen“, sagt Trainer Dustin Thöne. „In der zweiten Halbzeit fand vor allem die Abwehr besser ins Spiel. Daraus ist das Tempospiel entstanden, offensiv mit vielen Toren.“

Und das bekamen die Zuschauer zu sehen: Zwischen der 33. und der 35. Minute legte Köln vier Tore in Serie zum 26:23 nach, kurz darauf folgte der nächste Zwischenspurt zum 32:27. Essen blieb zwischen der 43. und der 48. Minute komplett ohne Treffer, während die Halle immer lauter wurde. Den Deckel drauf machte Mats Braun mit vier Treffern am Stück zum 37:30. Unterm Strich gewann die JSG die zweite Halbzeit mit 21:12.

„Darüber sind wir natürlich sehr zufrieden, wissen aber auch, dass man sich so eine Leistung in der ersten Halbzeit nicht immer leisten kann“, so Thöne. „Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden und froh, dass wir die Punkte hier in Köln machen konnten.“

Für die JSG spielten: Milo Iversen, Yusuf Zantout (6), Timo Herzog (5), Alessio Scigliano, Tobias Foelkel (4), Fabian Gluch (3), Milo Schiffer (1), Benno Huth, Max Irnich (7), Levi Pfleiderer (3), Paul Leisen, Benjamin Runkel (7), Mats Braun (5), Joshua Tjia.

U14 unterliegt in Kerken mit 36:42

Die U14 der JSG Handball Köln hat am zweiten Oberliga-Spieltag ihre erste Niederlage kassiert. Beim TV Aldekerk verloren die Kölner mit 36:42 (18:19).

Dabei begann die Partie vielversprechend. Nach gut drei Minuten führte die JSG mit 3:1, angetrieben von zwei frühen Treffern von Johan Pampel. „Eigentlich erwischen wir den besseren Start“, sagt Trainer Noah Heidkamp. „Danach kommt Aldekerk ins Spiel, und wir finden erst keine Antworten darauf.“

Die Gastgeber zogen bis zur 15. Minute auf 11:7 davon. Nach der Kölner Auszeit fing sich das Team: Bis zur Pause kämpfte sich die JSG immer wieder heran und ging nur mit einem Tor Rückstand in die Kabine. „Nach dem ersten Timeout finden wir dann Antworten. Das Spiel ist dann sehr ausgeglichen vom Ergebnis“, so Heidkamp.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng. Matija Filic glich in der 28. Minute zum 20:20 aus, und auch in der Folge hielt Köln den Anschluss – beim 26:27 aus Kölner Sicht war alles offen. „Wir müssten eigentlich in Führung gehen, aber ab der 33. Minute sind wir dann eingebrochen“, sagt Heidkamp. Aldekerk legte vier Tore in Serie nach und baute den Vorsprung bis zur 43. Minute auf 36:29 aus. Die JSG steckte nicht auf und verkürzte in der Schlussphase noch auf sechs Tore, mehr war aber nicht mehr drin.

„Wir müssen klar anerkennen, dass wir da nicht mehr die Power aufs Feld gebracht haben, die wir davor hatten“, so Heidkamp. „Glückwunsch an Aldekerk. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen.“

Beste Kölner Werfer waren Matija Filic und Justus Gall mit je neun Toren.

Für die JSG spielten: Samuel Körner (1), Johan Pampel (5), Max von Lepel, Leo Wagner (2), Titus Clausing (3), Matija Filic (9), Bennedikt Lippeck (5), Titus Casper Seydel (2), Karl Birkenbach, Fabian Heimann, Justus Gall (9).

U19 gewinnt das erste Bundesliga-Heimspiel: 41:35 gegen die HG OKT

Die U19 der JSG Handball Köln ist mit vier Punkten in die Saison der 2. Bundesliga gestartet. Vor 150 Zuschauern setzten sich die Kölner gegen die HG OKT mit 41:35 (19:18) durch.

Der Start missglückte erneut: Nach gut sechs Minuten lag Köln mit 3:6 zurück. „Wir kommen am Anfang nicht so gut rein, wurden dann aber immer stärker“, sagt Trainer Felix Linden. Genau so kam es – die JSG drehte die Partie und führte in der 22. Minute mit 16:11.

Dann allerdings folgte die Phase, die Linden hinterher beschäftigte: OKT erzielte sechs der letzten sieben Treffer vor dem Seitenwechsel. „Kurz vor der Halbzeit treffen wir ein paar doofe Entscheidungen und sind nicht ganz aufmerksam, was Abpraller und Wechsel angeht – und gehen dann nur mit einem Tor in die Halbzeit.“

Nach der Pause drehten die Gäste die Führung sogar kurzzeitig um, beim 23:24 in der 39. Minute lagen die Kölner letztmals zurück. Dann übernahm die JSG: Julian Danneberg traf dreimal in Folge zum 27:24, anschließend zog Köln Stück für Stück davon. In der Schlussphase machte Nino Großart mit vier Treffern in den letzten drei Minuten den Deckel drauf.

„Wir haben davon profitiert, dass OKT viele Zeitstrafen hatte und wir teils in doppelter Überzahl gespielt haben“, so Linden. „Die verschiedenen Abwehrkonstellationen haben wir, denke ich, ganz gut gelöst, ein paar Umstellungen gemacht und das Spiel am Ende souverän gewonnen – was der Spielverlauf nicht immer so dargestellt hat.“

Bester Werfer war Paul Schonauer mit neun Toren, gefolgt von Nino Großart (7) und Julian Danneberg (5).

„Wir müssen lernen, zur Halbzeitpause hin ruhiger und souveräner zu sein, das Tempo vom Ball zu nehmen und uns klare Aktionen zu suchen“, sagt Linden mit Blick nach vorn. „Jetzt geht es nächste Woche weiter mit einem sehr, sehr schweren Auswärtsspiel in Lemgo. Aber wir können zufrieden sein, mit vier Punkten in die Bundesligasaison gestartet zu sein.“

Für die JSG spielten: Moritz Birkhahn, Jon Knittel (1), Mats Blümchen (4), Finn Wenzel, Julian Danneberg (5), Tobias Riewer (4), Jarne Meinzinger (2), Ben Winkler (3), Paul Schonauer (9), Maksim Kuzmanovski (2), Jannis Grund, Nino Großart (7), Adrian Saulheimer Pardellas, Linus Bülte (3), Max Grubusch (1), Tim Hövel.

U16 gewinnt Krimi gegen TUSEM Essen II mit 28:27

Mit einem Ein-Tor-Sieg hat die U16 der JSG Handball Köln den Heimspieltag am Herler Ring beendet. Gegen TUSEM Essen II gewannen die Kölner in der B-Jugend-Regionalliga mit 28:27 (14:15).

„Das Spiel war lange auf Augenhöhe“, sagt Trainer Ole Eggers. „Mal haben wir zwei, drei Tore geführt, mal war es wieder ausgeglichen.“

Köln führte in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich mit 13:11, musste den Gästen kurz vor der Pause aber vier Tore in Folge zugestehen und ging mit 14:15 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel drehte die JSG auf und lag durch Jan Schade in der 31. Minute mit 19:16 vorn. Doch Essen antwortete mit fünf Treffern am Stück und führte in der 38. Minute mit 20:22 – die Partie drohte zu kippen.

Dann kam die Schlussphase, in der die Halle noch einmal richtig laut wurde. Köln kämpfte sich über 22:22 und 24:24 heran und legte anschließend vier Tore in Serie zum 28:25 nach, unter anderem durch Jan Schade, Ferdinand Bürger und Ben Simonis. Essen verkürzte in den letzten Minuten noch auf 28:27, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.

„Super Mannschaftsleistung, die Jungs haben wirklich gefightet“, so Eggers. „Wir hatten ein bisschen Probleme damit, die zwei Kreisläufer in den Griff zu kriegen, konnten aber vorne immer ganz gut Antworten finden und haben die drei Tore Führung am Ende über die Zeit gebracht. Verdient gewonnen.“

Beste Kölner Werfer waren Ben Simonis (7) und Felix Guddat (6).

Für die JSG spielten: Felix Guddat (6), Leon Stucky, Maximilian Coenen (4), Philipp Grüninger, Luca Stucky, Ferdinand Bürger (3), Dominik Le Jeune (1), Ben Simonis (7), Joshua Körner (1), Wiktor Krason, Jan Schade (4), Sven Becker, Jan-Michel Jeck, Malik Daun (2).